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Feld und Flur

Früher zierten zahlreiche Blüten die Wiesen und Äcker. Viele Insekten und andere Tiere konnten davon profitieren. Heute wissen wir, auch der Landwirt gewinnt mit der Blütenvielfalt:

  • Nützlinge werden gefördert
  • Schädlinge von den Kulturen abgelenkt
  • die Bestäubung gesichert
  • die Bodenfruchtbarkeit erhöht
  • das Bodenleben gefördert
  • und das Auge kann den Blick in die farbenfrohe Landschaft genießen

 

Mit einem Maximum von 89 Pflanzenarten auf einem Quadratmeter gehört extensives Grünland neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich.

LfL-Information – Artenreiches Grünland

Was kann in Wiese und Feld umgesetzt werden

  • Erhaltung blüten- und kleinstrukturierter Lebensräume
    • Artenreiche Wiesen, Weiden und Streuobstflächen
    • Böschungen, Brachen, Kiesgruben, Pionierflächen
  • Erhöhung der Blütenvielfalt und -menge
    • Koordinierung Anbau und Pflege von Blüh- und Bracheflächen entlang von Feldern, Hecken, Waldrändern, Fließgewässern und Wegen
    • Großflächiges Blühen von Begrünungen ab Oktober „verhindern“
  • Extensivierung von Teilen der Grünlandfläche
    • abgestufte Grünlandbewirtschaftung
  • Erhaltung und Schaffung gut besonnter Kleinstrukturen
    • Offene Bodenstellen (Abbruchkanten, unversiegelte Wege, Wegränder)
    • Steinstrukturen (Felsen, Trockenmauern, Findlinge, Lesesteinhaufen)
    • Totholzstrukturen (stehende oder liegende Stämme)
  • Vernetzung blüten- und kleinstrukturierter Lebensräume
    • Distanz zwischen Nist- und Nahrungsort höchstens 100-300m
    • Hecken pflanzen
      • Jedem Garten eine Weide – Jedem Hof seine drei Weiden
    • Bracheflächen wieder ökologisieren